Hotel Adlon: Der wintergarten

Hedda Adlon: Hotel Adlon – Hier war die Welt zu Gast

Hedda Adlon, die Autorin, war die zweite Frau von Louis Adlon, dem Sohn des Hotelgründers Lorenz Adlon. Sie heiratete Anfang der 20er Jahre Louis Adlon und blieb bis zu seinem Tod mit ihm zusammen. Das Buch »Hotel Adlon. Das Haus, in dem die Welt zu Gast war« ist eine Sammlung von unterhaltsamen Erinnerungen. Diese reichen von Geschichten, die sie selbst während ihrer Zeit im Adlon erlebt hat, so wie auch Geschichten, die wohl aus dem Fundus ihres Schwiegervaters Lorenz Adlon stammen. Das Buch liest sich unterhaltsam. Gewährt es uns doch einen  Einblick in Zeiten, in denen die Uhren noch komplett anders tickten. Hedda Adlon berichtet vom Entstehen des Hotels, von den teils skurrilen Gästen, die im Laufe der Jahrzehnte im Adlon wohnten, und auch von seinem Untergang. Von ihr ist der folgende Ausspruch überliefert: »Im Adlon getanzt zu haben, diniert zu haben, im Adlon eine Nacht verbracht zu haben, das waren glühend ersehnte Dinge.«

Hotel Adlon – Das Haus, in dem die Welt zu Gast war

Hedda Adlon: Hotel Adlon
Hedda Adlon – Hotel Adlon. Das Haus, in dem die Welt zu Gast war

Es ist amüsant zu lesen, wie Kaiser Wilhelm mal eben »die Linden« hochkam, um im Adlon vorbeizuschauen. Die erste Zeche machte der Kronprinz. Die Summe von 300 Reichsmark stand auf dem Scheck, den er Lorenz Adlon nach den Feierlichkeiten überreichte. Der Hotelier rechnete sich im Kopf erst einmal aus, wieviele 300-Mark Schecks er einlösen musste, um sein Hotel zu refinanzieren. Die Antwort war einfach: Viele …

Die Liste der illustren Gäste des Adlon ist lang: Kaiser und Könige. Staatsmänner wie Theodore und Franklin D. Roosevelt oder der Zar von Russland liessen es sich im besten Haus am Platze gut gehen. Auch Filmstars wie Greta Garbo, Mary Pickford, Charlie Chaplin, Harold Lloyd oder Emil Jannings wussten dieses Hotel zu schätzen.  Albert Einstein logierte hier, genauso wie Thomas Mann oder Enrico Caruso. Diese Liste ließe sich mit Sicherheit noch beliebig erweitern.

Auch ein Mörder logierte im Hotel Adlon. Am Morgen des 2. Januar 1919 betrat der Geldbriefträger Lange das Hotel. Er musste einem Gast, der sich unter dem Namen Baron Winterfeld im Adlon eingemietet hatte, Geld auszahlen.  Der Geldbriefträger sollte diesen Tag nicht überleben. Im Zimmer wurde er vom angeblichen Baron Winterfeld stranguliert. Der Mörder nahm das Geld und machte sich davon. Später wurde der Verbrecher in Dresden gefasst. Schnell stellte sich heraus, dass er noch mehrere Morde begangen hatte.
Kommen wir wieder zu einer amüsanteren Geschichte. Der wohl erste Küchenchef des Hotel Adlon war Auguste Escoffier, ein absoluter Meister seines Faches. So hatte er u.a. für die australische Sängerin Nellie Melba das Dessert »Pêche Melba« kreiert. auch im Hotel Adlon sollte Auguste Escoffier gefordert werden. Diese Geschichte erzählen wir hier.

Die historischen Fotos zu dieser Adlon-Geschichte wurden uns freundlicherweise von der Presseabteilung des »Adlon Kempinski« zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank!

 

 

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